Bloggerreise durch den Emscher Landschaftspark

Hey meine liebe Welt,
heute nehme ich euch auf eine Entdeckungsreise durch den größten Regionalpark Europas – den Emscher Landschaftspark mit! Sozusagen meine Heimat, das Ruhrgebiet oder wie wir hier sagen: Der Pott. Ich trotze heute allen Klischees und zeige euch wie es hier wirklich ist.Und bevor es los geht, ein kleiner Überblick was den Emscher Landschaftspark überhaupt ausmacht:

In 20 Kommunen und auf rund 457 km² könnt ihr Parks, Halden, Landmarken sowie Industrienatur erkunden. Hier ist nämlich nichts mehr mit produzierenden Zechen oder qualmenden Schornsteinen. Der Emscher Landschaftspark verbindet als regionaler Park der Metropole Ruhr ehemalige Industrieflächen, die zu Erlebnisorten umgestaltet worden sind. Sozusagen ein großer Spielplatz für Jung und alt. Ob zu Fuß, per Auto oder mit dem Rad, durch ein immer mehr ausgebautes Mobilitätsnetz lässt sich meine Heimat super erkunden. 

rhein-herne-kanal

Genug erzählt, jetzt geht’s los.
Gestartet sind wir an einem Samstag um 9 Uhr am Essener Hauptbahnhof. Ja, es war schon sehr früh, aber wir hatten auch einiges auf dem Plan. Am 
Treffpunkt standen Marja von GoBetween, Sabine Auer vom Emscher Landschaftspark und Reinhard de Witt von RuhrTour.
Auf, auf in den kleinen Tourbus und zur 1. Station, dem 
RVR-Informationszentrum Emscher Landschaftspark Haus Ripshorst in Oberhausen. Auf dem Weg dahin zeigte der Herbst sich von seiner besten Seite, neben den bunten Blättern, hatte sich eine Nebelfront gebildet. Ich sage euch, es war ein wunderschöner Anblick. Alles war im Nebel gehüllt!

buntes-laub

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Das Informationszentrum Haus Ripshorst ist der perfekte Start für die Frage: Was ist der Emscher Landschaftspark? Auf einer interaktiven multimedialen Karte auf dem Boden werden einem die Erlebnisorte per Fußtritt vorgestellt. Du kannst also selbst entscheiden wohin die Reise für dich gehen soll. Neben der Karte ist die Natur drumherum auch nicht von schlechten Eltern. Neben einem eigenen Bauerngarten, befindet sich am Rande des Geölzgartens der 35m Hohe „tanzende Strommast“, der eigentlich Zauberlehrling heisst.
Wer mit dem Rad unterwegs ist, findet am Haus Ripshorst eine Servicetafel zum Thema route industriekultur per Rad. Ihr merkt, auf dem ehemaligen Gutshof und dessen Umgebung ist einiges los. Ein Besuch auf jeden Fall wert.
Tipp: Wer eh im Centro shoppen ist, kann auch einen kleinen Abstecher zum Informationszentrum machen. Dieses liegt nämlich in unmittelbarer Nähe.

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Nach einer kurzen Fahrt und einem Lunchpaket kamen wir an unserer 2. Station dem Nordsternpark in Gelsenkirchen an. Ja, ihr hört richtig, es ging in die verbotene Stadt. Aber auch die verbotene Stadt hat doch schöne Ecken. Muss auch ich zugeben.
Wir erkunden das ehemalige Gelände der Zeche Nordstern. Sie wurde in einem öffentlichen Park umgestaltet. Ein Amphitheater, ein Besucherstollen, ein Klettergarten oder eine Boule Spielfläche sind nur ein kleiner Teil von dem was das das gut 100 Hektar große Gelände zu bieten hat. Auf dem Nordsternturm ragt seit 2010 die Monumentalstatue „Herkules von Gelsenkirchen“. Ich sage mal so, über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. Ein Begutachtung ist es aber alle mal wert.

Zeche-Nordstern

Nordsternpark

Nordsternpark

Bevor es zur dritten Station ging, wurde erst einmal gut bürgerlich Mittag gegessen. Die Gaststätte „Am Handweiser“ in Herten bietet einen wunderbaren Mittagstisch an. Für mich gab es grobe Bratwurst mit Stampfkartoffel und Oma’s Gurkensalat. Lecker!!!!

Gestärkt und gut gelaunt ging es dann zur 3. Station, der Halde Hoheward in Herten/Recklinghausen.
Wer einmal von euch im Pott ist, der muss auf alle Fälle diesem Haldenkomplex besteigen. Die Aussicht über meine Heimat ist der Wahnsinn. Aber Achtung: Hier weht immer eine steife Brise, egal ob Sommer oder Winter! Die Halde ist in drei Horizontebenen unterteilt. Ganz oben befindet sich das Horizontobservatorium und eine Sonnenuhr. Auf dem Haldentop finden auch regelmäßig Veranstaltungen, wie das SunsetPicknick, statt. Und wer es sportlich mag sollte sich sein Mountainbike schnappen und die Halde bezwingen.
Wer aber erst einmal den unteren Bereich erkunden will, der kann das Museum der Zeche Ewald besichtigen oder sich im Café Ewald stärken.

Halde-Hoheward

Halde-Hoheward

Halde-Hoheward

 Zeche-Ewald

Zur unserer vierten und letzten Station ging es zur Ökologiestation nach Unna, Bergkamen.
Die Station legt viel Wert auf Regionalität, Qualität und Nachhaltigkeit und das feiern sie jedes Jahr mit dem „Tag des Apfels“. Mit Apfelsaftpresse, Bio-Leckereien vom Grill, oder Kürbis schnitzen ist für jeden etwas dabei. Auf dem Gelände gibt es soviel zu entdecken, dass ich euch alles nicht verraten möchte. Ihr sollt euch schließlich selbst auf eine Entdeckungstour begeben. Was ich euch aber verraten kann, ich habe mir einen ganz tollen Bier-Balsam- und Feigen-Balsam-Essig gegönnt. Lecker und schön regional.

oekologiestation

oekologiestation

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Voller Eindrücke und leichter Erschöpfung ging es dann zurück gen Essen. Ich hatte wirklich Probleme mich wach zu halten und war für jede Information die aus Reinhard sprudelte dankbar.
In diesem Sinne bleibt mir nur noch zu sagen, vielen Dank für diese Bloggerreise. Ein großes Dankeschön an….. die mir mit Ihrem überwältigenden Wissen meine Heimat mir noch näher gebracht haben. Vielen Dank auch an Marja, die Bloggerreise geplant und begleitet hatte. Es war ein wirklich ganz tollen Tag mit so unfassbar vielen Eindrücken.

Na, habt ihr auch Bock auf den Emscher Landschaftspark bekommen? Dann kommt mal rum…

Viele Infos und Veranstaltungstipps findet ihr auf dem Emscher Landschaftspark Blog  oder auf der Seite der Metropoleruhr.
Wer jedoch nicht auf eigener Faust losziehen will der kann Erlebnistouren auf der Seite des RuhrTour buchen.

Für noch mehr Inspirationen schaut mal auf den Blogs von Kaddinator, Wahlheimat.Ruhr und Eichental vorbei.

5 thoughts on “Bloggerreise durch den Emscher Landschaftspark

  1. Yeah, als ich morgens aufstand und rausgucke, da dachte ich noch: au Backe! Aber durch die dann aufgehende Sonne, war es bestimmt super. So mit mystischem Nebel und dann strahlend blauem Himmel. Tolle Fotos hast du da mitgebracht. Vielleicht sollte ich doch mal meine „ich finde Halden langweilig“ Meinung ändern :-)

    1. Der Nebel war für die Fotos einfach nur klasse und hatte ein rictiges Herbstgefühl gezaubert.
      Halden sind auf jeden Fall ganz und gar nicht langweilig. ;)

      Fühl dich gedrückt
      Katti

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