Fermentieren: Mangold-Kimchi

Hey meine Lieben,
nun hat es mich auch gepackt. Besser spät als nie, ich habe fermentieren für mich entdeckt. Vielleicht kommt man auch einfach nicht drumherum, wenn man Gemüse anbaut und man doch vieles auf einmal in Mengen zur Verfügung hat. Was natürlich sehr toll ist.

Fermentation kurz und knapp

„Fermentation bzw. Fermentieren -lateinisch fermentum „Gärung“ oder „Sauerteig“- bezeichnet in der Biologie und Biotechnologie die mikrobielle oder enzymatische Umwandlung organischer Stoffe in Säure, Gase oder Alkohol.“

Fermentation zählt wohl zu unseren ältesten Methoden, um Lebensmittel natürlich haltbar zu machen. Besonders positiv ist, dass sie ohne Erhitzung des Produktes auskommt und so alle Vitamine bestehen bleiben. Fermente sind probiotisch und sehr gesund für unseren Darm!

Fermentierte Lebensmittel begegnen dir fast täglich, ohne dass dir das bewusst ist: Schokolade, Rotwein, Sauerteigbrot und Apfelessig. Alles fermentiert. Dazu gehört auch Kimchi!

Mangold-Kimchi

Kimchi mal anders

Kimchi wollte ich schon immer mal selber machen, aber es irgendwie dann doch nie gemacht. Vielleicht auch, weil ich ein kleines Weichei bin, wenn es um das Thema Schärfe geht. Naja, hab ich mir halt einfach ein sanftes Rezept überlegt, für Schärfe-Einsteiger quasi.

Da ich aber keinen Kohl angebaut habe, dachte ich mir, ich versuche es einfach mal mit Mangold.
Ich habe gelben, weißen und roten verwendet, noch dazu sind meine Möhren und Radieschen mit ins Glas gekommen. Wenn das nicht maximale Verwertung meiner Ernte ist.

Mangold-Kimchi

Rezept für ca. 900 ml
1 kg Mangold (gelb, rot, weiß)
65 g Salz
250 ml Wasser
1 EL Reismehl
1 EL Rohrzucker
200 g Radieschen
1 Möhre
4 Frühlingszwiebeln
1 Apfel
1 Zwiebel, rot
20 g Ingwer
3 Stk. Knoblauchzehen,frisch
3 EL Sojasauce
2-3 TL Chiliflocken.

Als erstes den Mangold waschen, Strunk entfernen und grob schneiden. Dann in einen Behälter mit Salz gut durschmischen und 2 Stunden bei Raumtemperatur ziehen lassen. Alle 30 Minuten wenden/bewegen.

In der Zwischenzeit das Wasser mit Reismehl und Zucker aufkochen bis der Zucker sich aufgelöst hat und eine dickflüssige Masse entstanden ist. Komplett auskühlen lassen.

Radieschen und Möhren waschen und in dünne Stifte schneiden. Die Frühlingszwiebeln längs vierteln und in ca. 3 cm lange Stücke kürzen. Den Apfel waschen, schälen und in kleine Stücke schneiden. Ingwer, Knoblauch, rote Zwiebel feinhacken.

Alle Zutaten mit der dickflüssigen Masse vermischen. Mit Sojasauce und Chiliflocken abschmecken.
Anschließend in sterilisierte Gläser füllen. Mit einem Holzlöffel das Mangold-Kimchi fest nach unten drücken, damit sich keine Luft zwischen den Zutaten bildet. Zum Deckel 1 cm Platz lassen und das Glas verschließen.

Das Glas 2-3 Tage bei Raumtemperatur stehen lassen. Dabei täglich das Glas einmal öffnen. Danach das Mangold-Kimchi im Kühlschrank aufbewahren, so ist es ca. 5 Monate haltbar. Vor dem ersten Verzehr eine Woche ziehen lassen.

Mangold-Kimchi

Die Auflistung aller Zutaten klingt doch einfach nur mega frisch und intensiv. Anders würde ich mein Mangold-Kimchi auch nicht beschreiben.
Und bin gespannt, ob ich euch mit diesem Rezept für Fermentation begeistern kann. Ich überlege mir jedenfalls schon einmal das nächste Rezept!


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