Wirsingrouladen mit pikanter Tomatensauce

Hey meine Lieben,
bei meinem letzten Beitrag hab ich noch so über das Wetter gejammert und jetzt war es die Tage einfach nur ein wunderbar goldener Herbst. (Leider nur ein Gastauftritt, soll ja schon wieder vorbei sein.) Ich hoffe, ihr habt das Wetter in vollen Zügen genossen und habt ordentlich Sonne getankt- zumindest habe ich es so gut es ging versucht. Mein Marktbesuch hat jedenfalls noch mehr Spaß gemacht als sonst und so kam es, dass schon wieder ein Wirsing-Gericht auf dem Tisch kam.

Der Kohl mit diesen lockeren und krausen Blättern ist einfach nur genial. Ich wüsste gar nicht, wie ich den Herbst oder Winter ohne dieses Gemüse überleben sollte. Am liebsten esse ich Wirsing geschmort, als Lasagne, Pasta (Wirsing-Zitronen-Pasta) oder natürlich als Roulade. Letzteres muss nicht immer klassisch sein und darum geht’s auch heute bei meinem Rezept.

Wie wäre es mit einer Wirsingroulade, die würzig gefüllt ist und dann mit einer pikanten Tomatensauce abgerundet wird? Klingt nicht nur lecker, schmeckt auch so. Der fruchtige Geschmack der Tomate passt perfekt zum Kohl. Die Gewürze verpassen dem Gericht noch den letzten Kick.

Wirsingrouladen

Zutaten für 4 Portionen

Für die Wirsingrouladen
12 ganze Wirsingblätter
120 g Basmatireis
400 g grobe Bratwurst
1 Bioei
1 Tl geräuchertes Paprikapulver
1/2 TL Zimt
1/2 TL Salz
12 Zahnstocher

Für die Sauce
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
100 g Speck, gewürfelt
400 g Tomaten, gehackt
500 ml passierte Tomaten
1 Glas geröstete Peperoni oder Paprikaschoten,eingelegte
1 TL italienische Gewürzmischung
2-3 TL BIFFkrydder*
20 g geriebenen Parmesan
Salz und etwas Olivenöl
(*norwegische Gewürz: Pfeffer, Paprika, Zwiebeln, Piment, Salz, Chili, Rapsöl)

Wirsingrouladen

Als erstes den Reis, wie gewohnt und bekannt, kochen. In der Zwischenzeit den Strunk vom Wirsing schneiden und 12 Wirsingblätter ablösen. Die Blätter im kochenden Wasser für 3 Minuten garen. Dann herausnehmen, am besten geht dies mit einer Schöpfkelle. Auf Küchenpapier auskühlen lassen.

Nun Zwiebel und Knoblauchzehen fein würfeln, die eingelegten Paprikaschoten auch in kleine Stücke schneiden. Dann in einer großen, tiefen Pfanne und etwas Olivenöl, die Zwiebel glasig dünsten. Den Speck für ca. 3-5 Minuten mit anbraten. Erst dann den Knoblauch dazugeben- sonst wird er bitter. Jetzt die Tomaten, Paprikaschoten, Parmesan und Gewürze dazu. Alles auf niedriger Stufe köcheln lassen.

Den fertig gekochten Reis zur Seite stellen. In er einer separaten Schüssel das grobe Bratwurstbrät mit Ei, geräucherten Paprikapulver, Zimt und etwas Salz gut vermengen. Anschließend den Reis unter das gewürzte Bratwurstbrät mischen.

Jetzt geht’s an das Füllen der Wirsingblätter. Sollten ein paar dicke Blattrippen herausstehen, einfach mit einem scharfen Messer flach abschneiden. Je 2 Esslöffel Brät-Reis-Mischung in die Mitte des Wirsingblattes füllen. Die Seiten und das untere Ende zusammenklappen, vorsichtig nach oben rollen und mit dem Zahnstocher verschließen.

Zum Schluss die Wirsingrouladen in die pikante Tomatensauce legen, kurz aufkochen, die Hitze reduzieren und abgedeckt für 30 Minuten köcheln lassen. Anrichten, genießen, lecker!

Wirsingrouladen

Das Gericht lässt sich wunderbar einen Tag vorher vorbereiten, so dass die Wirsingrouladen in der pikanten Tomatensauce z.B. gut über Nacht durchziehen können. So schmeckt das Gericht noch intensiver, weil sich alle Aromen ausfalten konnten. Oder doch lieber die klassische Wirsingroulade? Was meint ihr?
Übrigens auch ein super Rezept für meine Rubrik „Mittags im Glas“, perfekt für eine ausgewogene Mittagspause.

4 thoughts on “Wirsingrouladen mit pikanter Tomatensauce

  1. Ich mag klassische Wirsingrouladen sehr gerne, allerdings finde ich Abwandlungen auch immer ganz großartig. Das hört sich sehr lecker an. Wird gemerkt! Lg

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